Vietnam entwickelt sich laut einer neuen Studie von Visa und YouGov rasch von einem schnellen Anwendermarkt zu einem echten Innovationszentrum für den digitalen Handel. Der Bericht hebt einen strukturellen Wandel hervor: 76 % der vietnamesischen Verbraucher kaufen nun zwei- bis dreimal pro Monat online ein – ein deutlicher Anstieg um 19 Prozentpunkte im Jahresvergleich.
A content in the study entitled "State of Digital Commerce in Asia Pacific 2025". — Photo courtesy of Visa Vietnam.
Dieser Anstieg spiegelt mehr als nur Wachstum wider – er signalisiert eine Transformation im Verbraucherverhalten. Digitale Plattformen sind keine Option mehr; sie sind zum Rückgrat des Einzelhandels geworden. Gleichzeitig steigen die Erwartungen rasant. Vietnamesische Nutzer gehen über die reine Preissensibilität hinaus und fordern zuverlässige Infrastruktur, reibungslose Rückerstattungen und sichere Zahlungssysteme als Standard.
Auf der Technologieseite sticht Vietnam bei der Zahlungsinnovation hervor. Das Bewusstsein für Tokenisierung – eine Methode, die sensible Kartendaten durch verschlüsselte Tokens ersetzt – hat 39 % erreicht, einer der höchsten Werte im asiatisch-pazifischen Raum. Da bereits 37 % der Verbraucher den Ein-Klick-Checkout nutzen, legt das Land den Grundstein für eine reibungslose, schnelle digitale Wirtschaft.
Künstliche Intelligenz beschleunigt diesen Wandel noch weiter. Rund 83 % der Verbraucher nutzen bereits KI zur Produktentdeckung, wobei die Prognosen in naher Zukunft auf 93 % ansteigen. Bemerkenswert ist, dass 42 % der vietnamesischen Verbraucher dem sogenannten „agentischen Handel" gegenüber offen sind, bei dem AI Agents autonom Käufe in ihrem Namen ausführen – was Vietnam zu einem der zukunftsorientiertesten Märkte weltweit macht.
Obwohl sich die Studie nicht direkt auf Blockchain konzentriert, sind die Implikationen klar. Ein Markt, der sichere Transaktionen, nahtlose Nutzererfahrung und fortschrittliche digitale Infrastruktur priorisiert, ist naturgemäß auf Blockchain-basierte Zahlungsschienen und tokenisierten Handel ausgerichtet. Vietnam hat bereits wachsendes Interesse an digitalen Vermögenswerten und Web3-Experimenten gezeigt und positioniert sich als potenzielle Brücke zwischen traditionellem Fintech und dezentraler Finanzierung in Südostasien.
Vertrauen bleibt jedoch der entscheidende Engpass. Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und Skepsis gegenüber KI-gesteuerten Empfehlungen begrenzen die Akzeptanz weiterhin im großen Maßstab. In diesem Umfeld werden Plattformen – zentralisiert oder dezentralisiert –, die Transparenz, Sicherheit und Nutzerkontrolle demonstrieren können, langfristige Loyalität gewinnen.
Vietnams Entwicklung deutet darauf hin, dass die nächste Phase des digitalen Handels in Asien nicht nur schneller und intelligenter sein könnte – sondern auch zunehmend dezentralisiert.
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