Der Ethereum-Kurs notiert aktuell bei rund 2.300 US-Dollar und hat nach dem Anstieg über 2.400 US-Dollar zunächst wieder nachgegeben. Die Bewegung zeigt, dass der Markt kurzfristig überhitzt war und Gewinne realisiert wurden. Jetzt rückt eine Zone in den Fokus, die für die nächsten Schritte entscheidend werden kann. Im Bereich zwischen 2.270 und 2.220 US-Dollar liegt aktuell ein deutliches Liquidationscluster. Diese Zone sticht klar hervor und dürfte für den Markt interessant werden. Hier liegen viele gehebelte Positionen, die bei einem weiteren Rückgang aufgelöst werden könnten.
Auf der Oberseite ist die Situation deutlich ruhiger. Erst im Bereich um 2.400 US-Dollar baut sich wieder nennenswerte Liquidität auf. Das bedeutet, dass kurzfristig auf der Unterseite mehr Bewegung entstehen kann als nach oben. Solche Konstellationen führen oft dazu, dass der Markt zunächst die Seite anläuft, auf der mehr Liquidität liegt. Genau deshalb sollte die Zone unterhalb des aktuellen Kurses genau beobachtet werden.
ETH-Kurs: Liquidation-Heatmap. Quelle: CoinAnk
Ein Blick auf die Orderflow-Daten zeigt ein klares Bild. Die Funding Rate ist aktuell negativ, gleichzeitig liegt das Derivatevolumen über dem Spotvolumen. Das bedeutet, dass ein großer Teil der aktuellen Aktivität aus gehebelten Positionen kommt. Die negative Fundingrate zeigt zudem, dass viele Marktteilnehmer auf fallende Kurse setzen und Shortpositionen aufgebaut werden. Genau daraus kann sich eine interessante Dynamik ergeben.
Steigt der Kurs leicht an, geraten diese Positionen unter Druck. Das kann dazu führen, dass sie geschlossen werden müssen, was zusätzlichen Kaufdruck erzeugt. In solchen Fällen kann sich der Kurs schnell in Richtung 2.400 US-Dollar bewegen. Gleichzeitig bleibt die Unterseite relevant. Wird die Zone unterhalb angelaufen, kann es dort zu stärkeren Bewegungen kommen, weil viele Positionen gleichzeitig liquidiert werden.
ETH-Order-Flow-Daten
Neben der Marktstruktur spielt das Umfeld eine wichtige Rolle. Geopolitische Entwicklungen bleiben ein Faktor, der jederzeit Einfluss auf die Märkte nehmen kann. Zusätzlich rückt die Geldpolitik in den Fokus.
Am Mittwoch steht die nächste FED Zinsentscheidung der US-Notenbank an. Besonders die anschließende Pressekonferenz von Jerome Powell dürfte entscheidend werden. Der Markt wird genau darauf achten, welche Signale zur zukünftigen Geldpolitik kommen. Für risikoreiche Assets wie Ethereum kann das kurzfristig für stärkere Bewegungen sorgen.
Ethereum bewegt sich aktuell in einer Phase, in der sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterseite Bewegung entstehen kann. Die Liquidationszone unterhalb des aktuellen Kurses und die hohe Anzahl an Shortpositionen sorgen für Spannung. In Kombination mit den anstehenden Makrodaten entsteht ein Umfeld, in dem sich die Richtung kurzfristig schnell entscheiden kann.
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