Laut einem Experten könnte Donald Trumps jüngste Niederlage vor Gericht seine skandalöse Beziehung zu dem in Ungnade gefallenen Finanzier und verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein wieder aufleben lassen.
Michael Popok, Anwalt und Moderator des Podcasts „The Intersection with Michael Popok", argumentierte in einer neuen Episode am Mittwoch, dass der gescheiterte Versuch des Trump-Justizministeriums, die Klage der ehemaligen DOJ-Staatsanwältin Maurene Comey aus dem Bundesgericht zu entfernen, schlechte Nachrichten für die Regierung seien.

Am Dienstag entschied ein Bundesrichter in New York, dass Comey ihre Klage vor dem Bundesgericht behalten darf, und erklärte, dass Trumps Justizministerium sein eigenes Schicksal besiegelt habe, als es einräumte, dass ihre Entlassung ausschließlich auf der Verfassung beruhe und nicht auf den Beamtengesetzen.
„Sie haben sie unter der präsidialen Autorität nach Artikel II entlassen, in der Hoffnung, dass dies nie ans Licht kommen würde", sagte Popok. „Ich denke, diese neue Entscheidung von Richter Jesse Furman im Southern District of New York könnte den Epstein-Skandal aufdecken und ihr gleichzeitig helfen, ihren Job zurückzubekommen, denn Richter Furman hat gerade entschieden, dass sie ihren Fall vor dem Bundesgericht behalten darf."
Comey, die Tochter des zweifach angeklagten ehemaligen FBI-Direktors James Comey, wurde letztes Jahr aus bisher unklaren Gründen vom Justizministerium entlassen. Sie verklagte daraufhin das Justizministerium mit der Begründung, ihre Entlassung sei eine politische Vergeltungsmaßnahme für die Ermittlungen ihres Vaters gegen Trumps Präsidentschaftswahlkampf 2016 gewesen.
Popok wies auch darauf hin, dass das Urteil die Epstein-Ermittlungen beeinflussen würde. Comey war dafür verantwortlich, Epsteins Komplizin Ghislaine Maxwell zu einer 20-jährigen Haftstrafe wegen Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung zu verurteilen. Da Maxwell nun auf eine Begnadigung hofft, argumentierte Popok, dass Trump keine Person wie Comey in seiner Nähe haben wolle, die ihn daran erinnert, wie unzuverlässig sie sei.
„Oberflächlich betrachtet geht es darum, dass Maurene Comey vor dem Bundesgericht bleiben darf, anstatt in ein verwaltungsrechtliches Verfahren abgeschoben zu werden, von dem man nie wieder hören würde", sagte Popok. „Das ist die Hauptaussage. Aber direkt darunter verbirgt sich die Verbindung zwischen ihr und Ghislaine Maxwell, Epstein, Trump und Todd Blanche, dem amtierenden US-Staatsanwalt. Und ich denke, dass dieser Fall noch erheblich an Sprengkraft gewinnen wird, wenn er weitergeht."


