Der Markt für Ethereum (ETH), eine der größten Kryptowährungen, steht unter möglicher Hochspannung.
Daten der Analyseplattform CoinGlass zeigen, dass bereits eine relativ kleine Kursbewegung zur automatischen Schließung spekulativer Positionen im Gesamtwert von über 1,5 Milliarden US-Dollar (1,3 Milliarden Euro) führen kann.
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Kurz zusammengefasst
Am Derivatemarkt gibt es zwei entscheidende Preiszonen. Trader, die auf steigende Kurse setzen (Long-Positionen), tragen ein hohes Risiko, wenn der Ethereum-Preis fällt.
Fällt der Kurs unter 2.214 US-Dollar, werden Long-Positionen im Wert von 1,06 Milliarden US-Dollar automatisch geschlossen.
Für Trader, die auf fallende Kurse setzen (Short-Positionen), gilt das Gegenteil. Steigt der Preis über 2.430 US-Dollar, werden ihre Positionen im Wert von 500 Millionen US-Dollar zwangsliquidiert.
Ethereum konnte in den letzten 30 Tagen deutlich zulegen und liegt nahezu 30 Prozent im Plus.
Diese großen Liquidationscluster können plötzliche und heftige Kursbewegungen auslösen. Ein Rückgang unter 2.214 US-Dollar könnte beispielsweise eine Kettenreaktion verursachen: Erste Liquidationen drücken den Preis weiter nach unten und lösen weitere Verkäufe aus.
Die Ethereum-Liquidations-Heatmap von CoinGlass zeigt deutlich erkennbare Cluster.
Eine ähnliche Dynamik kann auch bei steigenden Kursen entstehen. Durchbricht der Preis die Marke von 2.430 US-Dollar, müssen Short-Trader ihre Positionen schließen und Ethereum zurückkaufen. Diese zusätzliche Nachfrage kann den Kurs weiter antreiben – ein Effekt, der als „Short Squeeze“ bekannt ist.
Ethereum müsste etwa 4 Prozent steigen, um die Marke von 2.430 US-Dollar zu erreichen. Für eine mögliche Abwärts-Kettenreaktion wäre ein vergleichbarer Rückgang erforderlich, um das Niveau von 2.214 US-Dollar zu erreichen.
Dennoch ist eine wichtige Einschränkung zu beachten: Die Daten stellen lediglich eine Momentaufnahme dar. In der Praxis greifen viele Trader frühzeitig ein, etwa durch Nachschüsse oder das rechtzeitige Schließen von Positionen.
Dadurch können sich diese Risikozonen schnell verschieben oder sogar auflösen. Die Daten zeigen daher vor allem, wo aktuell die größte Spannung im Markt liegt – sind jedoch keine Garantie für die zukünftige Entwicklung.
Het bericht Ethereum: 1,3 Mrd. € könnten Volatilität auslösen verscheen eerst op Crypto Insiders.


