Bitcoins jüngste Kurserholung wirft mehr Fragen auf als Vertrauen zu wecken. Der digitale Vermögenswert stieg im April um etwa 20 % und kletterte von rund 66.000 $ auf bis zu 79.000 $.
Dennoch wurde die Bewegung als „spekulative Rally" eingestuft, wobei die Nachfrage nach Perpetual Futures als einziger Treiber identifiziert wurde, während die Spot-Nachfrage durchgehend negativ blieb.

Bitcoin wurde zum Zeitpunkt dieser Meldung bei 78.718,44 $ gehandelt, ein Plus von 0,33 % in 24 Stunden und 0,77 % über sieben Tage. Die Lücke zwischen Futures- und Spot-Aktivität ist nun das zentrale Anliegen der Marktbeobachter.
Die Divergenz zwischen steigendem Kurs und rückläufiger Spot-Nachfrage ist eines der deutlichsten On-Chain-Signale dafür, dass Kursgewinne spekulativ und nicht strukturell bedingt sind.
Die Daten deuten darauf hin, dass der marginale Käufer des Marktes spekulativ und nicht fundamental orientiert war. Diese Unterscheidung hat echtes Gewicht für jeden, der Bitcoins mittelfristige Richtung verfolgt.
Die Scheinnachfrage-Kennzahl, die die 30-Tage-Änderung bei direkten Bitcoin-Käufen verfolgt, blieb den ganzen April über negativ, während die Futures-Nachfrage stieg.
Forschungsleiter Julio Moreno beschrieb die Kombination der beiden Trends oft als Warnsignal. Die Spot-Nachfrage spiegelt Coins wider, die gekauft und gehalten werden, während Futures gehebelte, kurzfristige Positionierungen darstellen.
On-Chain-Daten zeigten Anfang des Monats eine 30-Tage-Scheinnachfrage von nahezu -87.600 BTC. Die Lücke deutet darauf hin, dass ETF- und Unternehmenskäufe durch den Verkauf bestehender Halter und Miner ausgeglichen und übertroffen werden.
Selbst institutionelle Käufe haben daher nicht ausgereicht, um die reale Spot-Akkumulation ins Positive zu drehen.
Moreno stellte fest, dass ein aufgeblähtes Futures-Open-Interest das Abwicklungsrisiko erheblich erhöht. Rallys, die auf dieser Struktur aufgebaut sind, neigen dazu, sich selbst zu begrenzen, und ohne Wachstum der Spot-Nachfrage zur Aufrechterhaltung erhöhter Preise wird die Abwicklung von Futures-Positionen typischerweise zum Treiber jeder nachfolgenden Korrektur.
Diese Divergenz wurde am Rande des Bärenmarkts 2022 beobachtet, als ähnliche Dynamiken zu einem anhaltenden Einbruch führten, der in einem 70%igen Verlust vom Bitcoin-Höchststand resultierte.
Die Parallele zieht die ernsthafte Aufmerksamkeit von Analysten auf sich, die die aktuelle Struktur genau beobachten.
Die Struktur der April-Bewegung hat auch Vergleiche mit früheren Marktphasen gezogen. Ähnliche Divergenzen zwischen steigender Futures-Nachfrage und schwächelnder Spot-Nachfrage waren zu Beginn des Abschwungs 2022 zu beobachten, als Bitcoin nach starken Leverage-Abwicklungen in eine anhaltende Korrekturphase eintrat.
Der Bull Score Index fiel im April von 50 auf 40 und sank damit unter das neutrale Niveau, was bärische Bedingungen bestätigte.
Dieser Rückgang bestätigt, dass sich die On-Chain-Fundamentaldaten nach der spekulativen Futures-Rally verschlechterten. Diese Verschlechterung während eines Kursanstiegs macht das Signal schwerer zu ignorieren.
Analysten warnen, dass ohne eine Umkehr der Scheinnachfrage von negativ auf positiv Rallys zurück in Richtung des lokalen Hochs von 79.000 $ der On-Chain-Unterstützung entbehren, die für einen nachhaltigen Ausbruch benötigt wird.
Bis Spot-Käufer in bedeutender Anzahl zurückkehren, bleibt Bitcoins aktuelles Preisniveau auf unsicherem Boden.
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